Grounded 2: Skunk Pond – neues Unterwasser-Update
Mit „Into the Abyss” ist am 11. August das bisher größte Inhaltsupdate für Grounded 2 erschienen. Im Mittelpunkt steht der Skunk Pond, dessen Wasseroberfläche bislang vor allem neugierig gemacht hat. Jetzt geht es tatsächlich hinunter. Und zwar ziemlich weit.
Obsidian hat den Teich zu einem großen neuen Spielgebiet ausgebaut. Unter Wasser warten Höhlen, versteckte Wege und neue Orte, während sich auch die Umgebung des Teichs erweitert hat. Wer entsprechend ausgerüstet ist, kann schließlich noch tiefer in die namensgebende Abyss vordringen.
Wer den Teich aus dem ersten Grounded kennt, dürfte ungefähr wissen, in welche Richtung das geht. Ganz einfach hat Obsidian das alte Konzept allerdings nicht übernommen. Für Grounded 2 wurde die Unterwassererkundung deutlich ausgebaut und enger mit der normalen Progression des Spiels verbunden. Die Entwickler hatten bereits vor Veröffentlichung des Updates erklärt, dass Erfahrungen aus dem ersten Teil und Rückmeldungen der Community in die neue Version eingeflossen sind.
Ohne die richtige Ausrüstung geht es nicht weit
Je tiefer man in den Skunk Pond vordringen möchte, desto wichtiger wird die Tauchausrüstung. Neu ist dafür ein Diving Suit mit eigener Progression. Über gefundene Optical Disks werden weitere Rezepte für die Tauchausrüstung freigeschaltet. Bessere Ausrüstung ermöglicht längere Tauchgänge und öffnet Bereiche, die vorher nicht erreichbar waren.
Auch die Bewegung unter Wasser hat Obsidian überarbeitet. „Swimming 2.0” erlaubt einen schnellen Schub in verschiedene Richtungen. Gegner lassen sich unter Wasser anvisieren, was die Kämpfe weniger schwerfällig machen soll.
Und Kämpfe wird es geben.
Mit der Harpoon Gun kommt eine Fernkampfwaffe speziell für die Unterwassergebiete hinzu. Die Croakwurst Bomb funktioniert als Unterwassermine mit Näherungszünder. Für den Abbau neuer Ressourcen gibt es außerdem eine Variante des Omni-Tools namens Omni-Clipper. Selbst Fackeln können inzwischen unter Wasser benutzt werden.
Das klingt erst einmal nach vielen einzelnen Neuerungen. Zusammengenommen zeigen sie aber ganz gut, was Obsidian mit dem Teich vorhat: Unter Wasser soll man nicht einfach kurz ein paar Ressourcen einsammeln und anschließend wieder auftauchen. Die Tiefe ist ein eigener Abschnitt des Spiels, auf den man sich vorbereiten muss.
Der Toe Biter wird zum amphibischen Buggy
Eine der interessantesten Neuerungen ist für mich der Toe Biter.
Das Tier begegnet uns zunächst als Bewohner des neuen Gebiets und kann anschließend gezähmt werden. Danach lässt sich der Toe Biter als Buggy einsetzen. Er bewegt sich an Land, schwimmt über die Wasseroberfläche und kann mit dem Spieler abtauchen. Transportierte Materialien kann er ebenfalls mitnehmen.
Wer Grounded 2 schon verfolgt hat, kennt das Buggy-System bereits. Im zweiten Teil dienen verschiedene Insekten als Reittiere und Begleiter. Der Toe Biter erweitert dieses System jetzt erstmals konsequent auf die Unterwasserwelt.
Ganz wehrlos ist er ebenfalls nicht. Sein Biss kann Gegner mit einem Kälteeffekt belegen. Als ausgewiesene Kampfmaschine beschreibt Obsidian den Toe Biter allerdings nicht. Seine Stärke liegt eher darin, dass man beim Wechsel zwischen Land und Wasser nicht ständig das Fortbewegungsmittel wechseln muss.
Alte Bekannte und neue Probleme im Wasser
Friedlich ist der Skunk Pond selbstverständlich nicht.
Die Diving Bell Spider kehrt zurück, und auch der Koi ist wieder dabei. Dazu kommen neue Gegner wie die verschiedenen Toe-Biter-Arten, Pond Jockeys und weitere Kreaturen. Rund um das Gebiet trifft man außerdem auf neue beziehungsweise zurückkehrende Roboter und Insekten.
Das vollständige Kreaturenaufgebot fällt wesentlich größer aus, als es die erste Ankündigung des Updates vermuten ließ. Die Patchnotes führen unter anderem Tiger Mosquitos, Ticks, Tadpoles, Water Fleas und mehrere Varianten des Striped Bark Scorpion auf. In der Abyss wartet sogar ein Toe Biter Leviathan.
Passend dazu wächst das Waffen- und Rüstungsarsenal. Neben dem neuen Diving Suit und der Harpoon Gun gibt es beispielsweise wieder Koi-Rüstung und Koi-Schild. Auch der Tiger Mosquito Rapier, Crystal Trident und verschiedene neue Waffen gehören zum Update.
Wer einfach nur möglichst schnell auf den Grund des Teichs schwimmen möchte, dürfte damit vermutlich keine besonders lange Expedition erleben.
Eine Base auf dem Grund des Teichs
Beim Basenbau wird es ebenfalls interessanter. Grounded 2 erlaubt seit dem Update den Bau vollständiger Unterwasserbasen.
Dafür gibt es eigene Bauelemente. Besonders wichtig sind die Bubble Floors, mit denen sich unter Wasser atmungsfähige Bereiche schaffen lassen. Hinzu kommen unter anderem eine Unterwasser-Werkbank, spezielle Wände, ein Diving-Bell-Bett und ein Bubble Diffuser.
Das dürfte vor allem bei längeren Expeditionen praktisch werden. Statt jedes Mal an die Oberfläche zurückzukehren, kann man sich mitten im Teich einen Stützpunkt bauen und von dort weiter in die Tiefe vorarbeiten.
Gerade dieser Punkt macht mich neugierig. Basenbau gehört für mich zu den Teilen von Grounded, bei denen man schnell wesentlich mehr Zeit verbringt als ursprünglich geplant. Wenn jetzt noch Unterwasserstützpunkte dazukommen, sehe ich da bereits das nächste Bauprojekt eskalieren.
Auch außerhalb des Wassers gibt es Neues
Der Skunk Pond ist zwar der Mittelpunkt des Updates, Obsidian hat aber auch an anderen Teilen von Brookhollow Park gearbeitet. Neue Bereiche rund um den Teich erweitern die Karte, dazu kommen weitere Höhlen, Labore, Ranger Outposts und versteckte Orte. Die neue Quest startet nach Abschluss des Network Center und führt zum Skunk Pond.
Sammler können zudem nach Critter CAPZ suchen. Die kleinen, insektenartigen Sammelstücke wurden über den Park verteilt und sollen einen zusätzlichen Grund liefern, bereits bekannte Gegenden noch einmal abzusuchen.
Neue Rohstoffe und Crafting-Rezepte gibt es ebenfalls. Einige Materialien kennen Spieler bereits aus dem ersten Grounded, darunter Koi Fish Scales, Pond Moss, Lily Pad Wax und Sunken Bones. Andere Ressourcen sind neu hinzugekommen.
Obsidian hat also deutlich mehr gemacht, als nur den Teich zu öffnen. Version 0.5.0 greift an mehreren Stellen in das bestehende Spiel ein und erweitert die Möglichkeiten für Spieler, die Brookhollow Park bereits ausführlich erkundet haben.
Grounded 2 bleibt vorerst in Entwicklung
Bei dem Umfang kann man schnell vergessen, dass Grounded 2 noch nicht fertig ist. Das Spiel befindet sich weiterhin in der Game Preview beziehungsweise im Early Access. „Into the Abyss” ist ein weiterer großer Entwicklungsschritt auf dem Weg zur späteren Vollversion.
Seit dem Update wurden bereits Hotfixes veröffentlicht. Obsidian hat unter anderem an Speicherproblemen, Abstürzen und verschiedenen Fehlern innerhalb der neuen Unterwasserbereiche gearbeitet.
Grounded 2 ist auf Xbox Series X|S, PC und inzwischen auch auf PlayStation 5 erhältlich. Die PS5-Version erschien zusammen mit „Into the Abyss” am 11. August. Auf Xbox und PC gehört das Spiel zum Angebot von Game Pass Ultimate beziehungsweise PC Game Pass.
Und wann geht es bei uns mit Grounded 2 los?
Noch sind wir mit unserem Abenteuer im ersten Grounded beschäftigt. Und das soll auch vernünftig zu Ende gespielt werden, bevor wir uns in Brookhollow Park stürzen.
Wenn wir Grounded erfolgreich abgeschlossen haben, spricht allerdings sehr viel dafür, direkt mit Grounded 2 weiterzumachen.
Bis dahin dürfte sich im zweiten Teil sogar noch einiges verändern. Grounded 2 befindet sich schließlich weiter in Entwicklung und Obsidian hat bereits klargemacht, dass Brookhollow Park mit weiteren Gebieten und Inhalten wachsen soll.
Ich werde euch deshalb bis zu unserem eigenen Start in Grounded 2 hier auf ashburnlp.de über die größeren Updates und interessanten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
Und nach „Into the Abyss” bin ich ehrlich gesagt ziemlich gespannt darauf, was uns dort erwartet. Der Teich im ersten Grounded war schon eine Geschichte für sich. Diesmal können wir uns auf dem Grund gleich eine Base bauen und mit einem Toe Biter durch die Gegend schwimmen.
Das kann ja nur gutgehen.