Brave New Wonders ist da – Fabrikbau mit Robotern, die auf normale Befehle hören
Mit Brave New Wonders ist ein Spiel auf Steam erschienen, das ich schon allein wegen seines Konzepts ziemlich interessant finde. Fabrikbau, Ressourcenmanagement, eine postapokalyptische Welt und Roboter, denen man einfach in normaler Sprache sagen kann, was sie machen sollen.
Das Spiel ist seit dem 20. September auf Steam erhältlich. Zum Start gibt es aktuell 15 Prozent Rabatt. Statt 25,49 Euro kostet Brave New Wonders damit 21,66 Euro. Das Einführungsangebot läuft laut Steam noch bis zum 4. Oktober.
Entwickelt wird das Spiel von City From Naught Inc. und vom Grundprinzip her geht es erst einmal um klassischen Fabrik- und Basisbau. Wir sammeln Rohstoffe wie Erz und Kristalle, verarbeiten diese weiter und bauen daraus immer komplexere Produktionsketten auf. Dazu kommen Energieversorgung, Lager, Logistik und später mehrere Fabriken, die miteinander verbunden werden können.
Der Punkt, der Brave New Wonders für mich von vielen anderen Factory-Buildern unterscheidet, sind aber die Roboter.
Roboter, die man einfach anspricht
Hier bauen wir nicht kilometerweise Förderbänder durch die Landschaft. Unsere Automaten übernehmen den Transport und können über Befehle in normaler Sprache gesteuert werden. Man kann einem Roboter zum Beispiel sagen, dass er bestimmte Materialien aus einem Lager holen und zu einer Schmelze bringen soll. Auch Bedingungen lassen sich einbauen, etwa dass je nach Signal eines Gebäudes unterschiedliche Rohstoffe transportiert werden.
Im Hintergrund übersetzt ein KI-Modell diese Texteingaben in einen Verhaltensgraphen für den jeweiligen Roboter. Wer darauf keine Lust hat, kann diesen Graphen laut Entwickler auch selbst zusammenbauen und das System damit ohne die Texteingabe nutzen.
Gerade das finde ich spannend. In vielen Automatisierungsspielen entsteht ein großer Teil der Komplexität dadurch, dass man Förderbänder, Verteiler oder teilweise fast schon kleine Logikschaltungen baut. Hier versucht das Spiel einen anderen Weg: Ich beschreibe, was passieren soll, und die Roboter kümmern sich um die entsprechende Aufgabe.
Wie gut das bei großen Fabriken tatsächlich funktioniert, dürfte am Ende einer der entscheidenden Punkte des Spiels werden.
Eine Welt voller Überreste – und ein Luftschiff
Neben dem Fabrikbau gibt es auch eine Welt zu erkunden. Die Menschheit ist vor Tausenden von Jahren untergegangen und wir bewegen uns durch die Überreste dieser alten Zivilisation. Einige Gebiete werden noch immer von feindlichen Maschinen bewacht. Entsprechend gibt es Geschütztürme, Waffen und Dynamit, mit denen wir uns verteidigen oder Hindernisse aus dem Weg räumen können.
Später kommt noch ein ziemlich interessantes Element dazu: ein riesiges Luftschiff, das gleichzeitig als mobile Fabrik dient. Damit reisen wir zwischen verschiedenen Inseln und Kontinenten mit eigenen Ressourcen, Biomen und Technologien. Die eigene Produktion bleibt damit nicht zwangsläufig an einem einzigen Standort stehen.
Kostenlose Demo und ein kleiner Haken
Wer bei dem Konzept noch unsicher ist, muss das Spiel auch nicht direkt kaufen. Auf Steam gibt es weiterhin eine kostenlose Demo. Praktisch dabei: Der Spielstand aus der Demo kann in die Vollversion übernommen werden. Man kann also erst ausprobieren, ob einem Fabrikbau und Robotersteuerung gefallen, und anschließend mit demselben Spielstand weitermachen.
Einen kleinen Haken gibt es für deutsche Spieler allerdings: Eine deutsche Übersetzung wird derzeit auf Steam nicht unterstützt. Oberfläche, Sprachausgabe und Untertitel sind auf Englisch verfügbar, zusätzlich wird vereinfachtes Chinesisch unterstützt.
Mein Fazit
Für mich ist Brave New Wonders vor allem wegen der Kombination aus Automatisierung und normalsprachlicher Robotersteuerung interessant. Factory-Builder gibt es inzwischen reichlich. Ein System, bei dem ich meinen Arbeitern tatsächlich beschreiben kann, was sie erledigen sollen, sieht man dagegen deutlich seltener.
Wer mit Spielen wie Factorio, Satisfactory oder anderen Factory- und Automatisierungsspielen etwas anfangen kann und gerne an Produktionsketten tüftelt, kann sich zumindest die kostenlose Demo einmal anschauen.
Brave New Wonders ist für PC über Steam erhältlich. Die Vollversion kostet im aktuellen Einführungsangebot 21,66 Euro statt 25,49 Euro. Der Rabatt endet am 4. Oktober.